Ich wollte schon lange einmal nach Triest reisen. Die Stadt an der Adria hat mich mit ihrer Mischung aus italienischem und österreichisch-ungarischem Flair gereizt. Als ich ein günstiges Sparschiene-Ticket der ÖBB fand – Hin- und Rückfahrt für nur 48 Euro –, habe ich nicht lange gezögert. Im Winter ist Triest vielleicht nicht das typische Reiseziel, aber genau das machte die Reise für mich spannend.
Die Anreise mit der ÖBB-Sparschiene

Ich startete meine Reise in Unzmarkt in der Steiermark. Von dort ging es mit dem Zug über Udine nach Triest. Die Fahrt war entspannt, und je weiter ich nach Süden kam, desto mehr veränderte sich die Landschaft. Während es in der Steiermark noch winterlich grau war, wirkte es in Italien gleich viel milder – auch wenn der Himmel bedeckt blieb. Ich liebe das Reisen mit dem Zug: Man kann sich zurücklehnen, aus dem Fenster schauen und die vorbeiziehende Landschaft genießen.
Ankunft und Unterkunft
In Triest angekommen, merkte ich gleich, dass hier im Winter ein ganz eigener Charme herrscht. Die Stadt wirkte ruhig, fast ein wenig melancholisch. Mein Hotel lag direkt neben dem Bahnhof – praktisch, da ich nicht lange nach meiner Unterkunft suchen musste. Nach dem Check-in machte ich mich gleich auf den Weg, um die Stadt zu erkunden.
Wetter und Atmosphäre
Das Wetter war, wie vorhergesagt, regnerisch und windig. Der Wind fegte durch die Straßen, und der Regen ließ die historischen Gebäude noch etwas düsterer wirken. Dennoch hatte das eine besondere Atmosphäre. Triest zeigte sich von seiner rauen, aber faszinierenden Seite.
Highlights trotz Winterwetters
Trotz des ungemütlichen Wetters wollte ich mir einige Highlights nicht entgehen lassen:
- Canale Grande von Triest: Ich schlenderte entlang des Kanals, der mit seinen Booten und den hübschen Gebäuden fast ein wenig an Venedig erinnerte. Der graue Himmel spiegelte sich im Wasser, und nur wenige Menschen waren unterwegs – perfekt, um die Stimmung aufzusaugen.

- Der Hafen: Am Hafen blies der Wind besonders stark, doch ich blieb eine Weile und genoss den Blick auf das weite Meer. Ich stellte mir vor, wie es hier im Sommer voller Leben sein muss, mit Touristen, die in Cafés sitzen und die Sonne genießen. Jetzt war es fast menschenleer, aber genau das hatte seinen Reiz.

- Das Stadtzentrum: Ich spazierte durch die Straßen und bewunderte die imposanten Gebäude, die noch an die Habsburger Zeit erinnern. Besonders beeindruckend war die Piazza Unità d’Italia, der riesige Platz direkt am Meer.

Kurzes Video von meiner Triestreise im Jänner 2025
In diesem kurzen Video habe ich ein paar Impressionen eingefangen und zeige, wie Triest im Winter aussieht.
Lohnt sich Triest im Winter?
Auch wenn das Wetter nicht ideal war, hat mir Triest im Winter gut gefallen. Die Stadt war ruhig, fast ein bisschen mystisch, und ich konnte die Sehenswürdigkeiten ohne Touristenmassen genießen. Für einen Kurztrip mit dem Zug war es auf jeden Fall eine tolle Erfahrung. Im Sommer ist Triest sicher noch einmal eine ganz andere Stadt – aber ich mochte ihren winterlichen, etwas rauen Charme. Ich komme bestimmt wieder!