AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für Online-Webinare

1. Geltungsbereich

Diese AGB regeln die Teilnahme an den Online-Webinaren des Veranstalters, eines in Österreich ansässigen Einzelunternehmers (Kleinunternehmer nach § 6 Abs. 1 Z. 27 UStG), zum Thema Auswanderung und Immobilienkauf in Ungarn und Albanien. Sie gelten für alle Verträge über die Teilnahme an den Webinaren, die über das Kontaktformular auf der Website zwischen dem Veranstalter („Anbieter“) und Privatpersonen mit Wohnsitz in der EU (insbesondere Österreich und Deutschland) abgeschlossen werden. Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Veranstalter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung wird auf den Rechnungen keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Alle Preise verstehen sich in Euro und sind Endpreise (netto, ohne MwSt).

2. Vertragsabschluss und Teilnahmevoraussetzungen

Der Kunde meldet sich für ein Webinar verbindlich über das Kontaktformular an. Der Veranstalter bestätigt den Eingang der Anmeldung durch Zusendung einer Rechnung per E-Mail. Die Anmeldung ist zunächst unverbindlich und der Platz nicht fest reserviert. Der Vertrag kommt erst mit dem Zahlungseingang zustande. Bis dahin steht der Kunde ohne rechtliche Verpflichtung im Kontakt mit dem Veranstalter. Erst nach vollständiger Bezahlung des Rechnungsbetrages schickt der Veranstalter den persönlichen Zugangslink (Meeting-ID und Passwort) für das Zoom-Webinar an den Kunden. Ohne rechtzeitige Zahlung ist eine Teilnahme ausgeschlossen. Die Zahlung erfolgt per Banküberweisung auf das in der Rechnung angegebene Konto; Fälligkeit ist sofort nach Rechnungserhalt (üblich z. B. innerhalb von 14 Tagen). Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, behält sich der Veranstalter vor, Verzugszinsen nach den gesetzlichen Bestimmungen zu berechnen oder vom Vertrag zurückzutreten.

Für die Teilnahme muss der Kunde über die erforderliche Hard- und Software verfügen: einen internetfähigen Computer oder ein mobiles Endgerät mit Lautsprecher (Kopfhörer empfohlen) und stabiler Internetverbindung. Gegebenenfalls muss die Software „Zoom“ vorab installiert oder ein aktueller Browser genutzt werden. Der Kunde versichert, volljährig und geschäftsfähig zu sein; minderjährige Teilnehmer benötigen die Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter. Zudem hat der Kunde korrekte persönliche Daten (Name, Adresse, E-Mail) für Rechnung und Kontaktangaben anzugeben.

3. Preise, Zahlung und Fälligkeit

Im Vertrag festgelegte Teilnahmegebühren umfassen die reinen Dienstleistungskosten des Webinars. Da der Veranstalter die Kleinunternehmerregelung nach § 6 Abs. 1 Z. 27 UStG in Anspruch nimmt, enthält der Preis keine Umsatzsteuer. Alle genannten Preise gelten in Euro und verstehen sich als Endpreise. Nach Eingang der Anmeldung versendet der Veranstalter eine Rechnung, die unverzüglich zur Zahlung fällig ist. Die Zahlung erfolgt per Überweisung auf das angegebene Konto. Eine Leistung (Zugangslink-Versand) erfolgt nur nach vollständigem Zahlungseingang. Bei Zahlungsverzug ist der Veranstalter berechtigt, den Teilnehmer von der Webinarteilnahme auszuschließen. Im Falle eines Rücktritts des Kunden vor Veranstaltung gilt § 5 dieser AGB. Etwaige vom Kunden zu tragende Bankgebühren oder sonstige Kosten der Zahlung sind vom Kunden zu tragen, soweit gesetzlich zulässig.

4. Leistungsumfang und Durchführung der Webinare

Gegenstand des Vertrags ist die Durchführung des Webinars via Zoom zum vereinbarten Termin. Thema, Inhalt, Dauer und Datum des Webinars werden aus der Ankündigung auf der Website oder dem Angebot ersichtlich gemacht. Der Veranstalter stellt sicher, dass zum angegebenen Zeitpunkt ein virtueller Seminarraum bereitsteht und ein qualifizierter Referent den Inhalt gemäß Programm vermittelt. Der Teilnehmer erhält den personalisierten Zugangslink samt Meeting-ID und ggf. Kenncode frühzeitig vor Webinarbeginn (in der Regel am Veranstaltungstag oder am Vorabend) per E-Mail.

Das Webinar findet online in Echtzeit statt. Die Inhalte können Vorträge, Präsentationen, Live-Diskussionen und Fragenrunden umfassen. Der Veranstalter behält sich vor, bei Bedarf Ersatzreferenten einzusetzen oder Terminänderungen vorzunehmen – der Kunde wird in diesem Fall unverzüglich informiert. Bleiben verbindliche Mindestteilnehmerzahlen aus oder tritt ein wichtiger Grund (z.B. Krankheit des Referenten) ein, kann der Veranstalter das Webinar absagen; bereits geleistete Zahlungen werden in diesem Fall vollständig zurückerstattet oder es wird ein Ausweichtermin angeboten.

Der Kunde trägt die Verantwortung für seine Internetverbindung und technische Ausrüstung. Der Veranstalter haftet nicht für Störungen, Verzögerungen oder Verbindungsabbrüche, die auf technische Probleme beim Teilnehmer (z.B. Router-Ausfall, schlechte Internetbandbreite) oder bei Drittanbietern (z.B. Zoom-Server) beruhen. Ebenso wird keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der vermittelten Informationen übernommen. Ein konkreter Lernerfolg oder der Abschluss einer Auswanderung oder Immobilientransaktion wird nicht garantiert.

5. Rücktrittsrecht nach FAGG und Stornobedingungen

Kunden, die Verbraucher im Sinne des österreichischen Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetzes (FAGG) sind, steht ein gesetzliches Rücktrittsrecht zu. Sie können innerhalb von 14 Kalendertagen nach Vertragsschluss ohne Angabe von Gründen vom Vertrag zurücktreten. Maßgeblich für den Fristbeginn ist der Tag des Vertragsabschlusses (Zahlungseingang). Die Rücktrittserklärung muss schriftlich (z.B. per E-Mail) erfolgen. Verbraucher müssen im Falle eines Rücktritts gezahlte Entgelte binnen 14 Tagen zurückerhalten.

Hat der Kunde der vorzeitigen Ausführung des Webinars ausdrücklich zugestimmt und wurde er ordnungsgemäß über die Folgen aufgeklärt, erlischt das Rücktrittsrecht mit Beginn der Leistungserbringung. Das heißt: Nimmt der Kunde auf eigenen Wunsch bereits vor Ende der 14-Tages-Frist am Webinar teil, kann er nicht mehr vom Vertrag zurücktreten. Soweit ein Rücktritt nach Beginn der Leistung trotzdem erklärt wird, kann der Veranstalter für den Zeitraum ab Leistungserbringungsbeginn Wertersatz verlangen, wenn der Kunde zuvor ordnungsgemäß darüber belehrt wurde und der Veranstalter Informationen zur anteiligen Preisberechnung gegeben hat.

Zusätzlich zum gesetzlichen Rücktrittsrecht gelten folgende Stornobedingungen: Eine kostenfreie Stornierung durch den Kunden ist bis 14 Tage vor Seminarbeginn möglich. Bei einer Stornierung in der Zeit von 13 bis 7 Tagen vor Beginn werden 50 % des Rechnungsbetrags als Stornogebühr einbehalten. Erfolgt die Stornierung weniger als 7 Tage vor Beginn oder erscheint der Teilnehmer ohne Abmeldung nicht zum Webinar, ist die volle Teilnehmergebühr zu zahlen. Die gesetzlichen Rücktrittsrechte gehen diesen Regelungen vor. Sofern der Veranstalter das Webinar ausfallen lässt, werden geleistete Zahlungen unverzüglich erstattet.

6. Haftungsausschluss

Der Veranstalter haftet für Schäden, die aus der Teilnahme am Webinar entstehen, nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen. Insbesondere haftet er unbeschränkt für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit oder die fahrlässige Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Für sonstige Schäden – insbesondere entgangenen Gewinn oder mittelbare Folgeschäden – haftet der Veranstalter nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz. Eine Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig (etwa für Schäden aus der Verletzung unwesentlicher Pflichten). Ein pauschaler Haftungsausschluss für Personenschäden wäre unwirksam und wird deshalb nicht vereinbart.

Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für technische Probleme, die außerhalb seines Einflussbereichs liegen (z.B. Ausfall des Internetzugangs oder des Zoom-Dienstes, Störungen beim Endgerät des Kunden). Ebenso wird keine Haftung für den Erfolg der Beratungs- oder Schulungsinhalte übernommen. Der Kunde trägt daher das Risiko, dass Internetverbindung, Hard- und Software ausreichend funktionieren.

7. Urheberrecht und Aufzeichnungen

Alle Inhalte der Webinare (Präsentationen, Skripte, Vortragsfolien, Videos, Grafiken, Texte) sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen ausschließlich zum persönlichen Gebrauch des Kunden genutzt werden. Das Vervielfältigen, öffentliche Zugänglichmachen oder Weitergeben von Inhalten an Dritte ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Veranstalters unzulässig. Insbesondere ist es dem Teilnehmer untersagt, das Webinar eigenmächtig aufzuzeichnen (Audio, Video oder Screenshots) oder die bereitgestellten Unterlagen zu reproduzieren.

Der Veranstalter behält sich vor, das Webinar technisch aufzuzeichnen (Audio-/Video-Mitschnitt). Sollte eine solche Aufzeichnung stattfinden, wird der Kunde darüber informiert. Aufgezeichnete Inhalte dürfen vom Veranstalter im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit oder zur späteren Bereitstellung für registrierte Teilnehmer verwendet werden. Beiträge und Fragen der Teilnehmer können vom Veranstalter protokolliert oder aufgezeichnet werden; diese Daten werden im Rahmen des Datenschutzes vertraulich behandelt (siehe § 8).

8. Datenschutz

Der Schutz personenbezogener Daten ist dem Veranstalter wichtig. Personenbezogene Daten des Kunden (z.B. Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Zahlungsdaten) werden ausschließlich zur Vertragsabwicklung verwendet: zur Erstellung und Versendung der Rechnung, zur Benachrichtigung über den Webinarablauf und zum Versand des Zugangslinks. Die Daten werden vertraulich behandelt und nicht ohne Einwilligung des Kunden an unbeteiligte Dritte weitergegeben, es sei denn, dies ist zur Vertragserfüllung erforderlich (z.B. Bank für Zahlungen) oder gesetzlich vorgeschrieben.

Es gelten die Bestimmungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie des österreichischen Datenschutzgesetzes (DSG). Weitere Informationen zum Datenschutz enthält die gesonderte Datenschutzerklärung auf der Website des Veranstalters. Mit seiner Anmeldung erklärt sich der Kunde mit der Verarbeitung seiner Daten im genannten Rahmen einverstanden.

9. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Erfüllungs- und Zahlungsort ist der Sitz des Veranstalters. Für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag gelten die gesetzlichen Gerichtsstandsregeln. Soweit der Kunde Unternehmer ist, wird als ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Veranstalters vereinbart. Ist der Kunde Verbraucher, kann er seinen Wohnsitz (oder Aufenthaltsort) als Gerichtsstand wählen. Der Veranstalter hingegen kann Verbraucher nur am Gericht ihres Wohnsitzes oder Sitzes verklagen.

Stand: Mai 2025

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