Eine Erkundungsreise auf der Suche nach einer neuen Heimat
Seit einigen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Frage, wo meine zukünftige Heimat liegen könnte. Das Thema Auswandern nach Spanien ist dabei immer wieder in meinen Überlegungen aufgetaucht, denn der Süden Europas bietet viele interessante Möglichkeiten. Bisher war Ungarn mein Lebensmittelpunkt und dieses Land hat für mich viele Vorteile: günstige Lebenshaltungskosten, viel Platz, eine gewisse Ruhe und ein entschleunigtes Leben. Doch mit der Zeit kommen auch neue Fragen auf – vor allem, wie angenehm das Leben ganzjährig ist und ob ein wärmeres Klima langfristig besser zu meinen Vorstellungen passt.
Dabei kommen immer mehr Fragen auf: Passt der Winter in Ungarn noch zu meinen Vorstellungen? Fühle ich mich auch ganzjährig wohl oder wäre ein wärmeres Klima die bessere Lösung? Gerade die Möglichkeit, auch im Winter draußen aktiv sein zu können, spielt für mich eine große Rolle. Vielleicht liegt die Alternative deshalb weiter im Süden.
Genau deshalb habe ich mich kurzfristig entschlossen, nach Spanien zu fliegen und mir einige Regionen genauer anzusehen. Nicht als klassischer Urlaub, sondern mit den Augen eines möglichen Auswanderers.
Mein Ziel war nicht einer der bekannten Touristenorte wie Mallorca, Málaga oder die typischen Ferienregionen. Ich wollte sehen, wie Spanien wirklich ist – abseits des Massentourismus.
Meine Reise führte mich in die Region Murcia und an die Küste rund um Puerto de Mazarrón, Cartagena und weitere Orte an der Costa Cálida.
Auswandern Spanien – warum das Land für mich interessant wird
Der wichtigste Grund für meine Überlegungen ist der Winter.
Ungarn hat viele Vorteile, aber die kalte Jahreszeit ist für mich zunehmend ein Thema. Viele Häuser sind dort nicht optimal isoliert, oft gibt es keinen Keller, und gerade wenn man viel Zeit am Schreibtisch verbringt, merkt man die Kälte.
Die Idee ist deshalb: Warum nicht die Wintermonate dort verbringen, wo das Klima angenehmer ist?
Spanien bietet dafür einige interessante Möglichkeiten:
- milde Winter
- viele Sonnenstunden
- Meer und Berge relativ nah beieinander
- Möglichkeiten zum Wandern auch im Winter
- eine gute Infrastruktur innerhalb der EU
Aber natürlich muss man sich selbst ein Bild machen. Genau das wollte ich bei dieser Reise.
Puerto de Mazarrón – Meer ohne Massentourismus

Mein erster Stopp war Puerto de Mazarrón an der Küste der Region Murcia.
Bewusst habe ich keinen bekannten Urlaubsort gewählt. Ich wollte keinen Ort voller Hotels, Party und Touristenmassen, sondern einen Platz, an dem man sich auch dauerhaft vorstellen könnte zu leben.
Mein erster Eindruck:
Positiv.
Die Gegend war ruhig, die Strände waren schön, die Infrastruktur war vorhanden, aber es fühlte sich nicht wie ein reiner Ferienort an.
Gerade die kleineren Buchten und Bereiche außerhalb der Haupttourismuszentren haben mir gefallen.
Eine mögliche Überwinterung könnte ich mir hier durchaus vorstellen.
Leben mitten in den Olivenhainen
Für meine Unterkunft habe ich bewusst etwas außerhalb gewählt.
Kein Hotel in der Stadt, sondern ein Agrotourismus mitten in den Olivenhainen.
Rundherum:
- Olivenbäume
- Berge
- Natur
- kaum Verkehr
- absolute Ruhe
Genau solche Plätze wollte ich sehen.
Denn Auswandern bedeutet für mich nicht, mitten in einer Bettenburg am Meer zu wohnen. Ich suche eher eine Mischung aus Natur, Ruhe und trotzdem erreichbarer Infrastruktur.
Dieser ländliche Teil Spaniens hat mir sehr gut gefallen.
Totana – das echte spanische Leben im Hinterland
Als nächstes ging es nach Totana.
Hier wollte ich sehen, wie Spanien abseits der Küste aussieht.
Die Stadt selbst war nicht spektakulär, aber interessant. Auf dem Markt gab es alles, was man für das tägliche Leben braucht:
- Obst und Gemüse
- lokale Produkte
- kleine Geschäfte
- Cafés
Was mir auffiel: Hier lebt nicht nur die klassische spanische Bevölkerung. Man trifft Menschen aus vielen verschiedenen Ländern und Regionen.
Gerade im Hinterland sind die Preise niedriger als direkt an der Küste. Deshalb ziehen viele Menschen, die günstiger leben möchten, in diese Regionen.
Für mich wäre die Stadt selbst nicht unbedingt der Mittelpunkt meines Lebens. Interessanter ist das Umland.
Denn genau dort findet man die Kombination, die mich interessiert:
Meer in erreichbarer Nähe und gleichzeitig Berge und Natur.
Auswandern nach Spanien: Immobilienpreise und Wohnmöglichkeiten
Natürlich war auch das Thema Immobilien interessant.
Ich habe mir einige Angebote angesehen.
Die Preise haben mich überrascht.
In der Region rund um Mazarrón gab es beispielsweise Wohnungen und Häuser teilweise im Bereich von etwa 70.000 bis 150.000 Euro.
Natürlich hängt viel vom Zustand und der Lage ab, aber grundsätzlich hatte ich Spanien teurer erwartet.
Gerade verglichen mit anderen beliebten Auswanderungsländern war das interessant.
Ein Haus oder eine Wohnung in einer schönen Region Spaniens ist nicht automatisch unbezahlbar.
Alhama de Murcia – mein persönliches Highlight
Deutlich besser gefallen hat mir Alhama de Murcia.
Die Stadt liegt im Hinterland, aber direkt am Rand der Berge.
Hier hatte ich sofort ein besseres Gefühl.
Die Straßen waren heller, die Gebäude wirkten gepflegter und die Stadt hatte mehr Atmosphäre.
Besonders interessant ist die Lage:
- etwa eine halbe Stunde Richtung Meer
- direkt am Naturpark Sierra Espuña
- viele Möglichkeiten zum Wandern
Genau diese Kombination suche ich.
Ich möchte nicht unbedingt direkt am Strand wohnen. Viel wichtiger ist für mich, dass Natur erreichbar ist und man sich auch im Winter draußen bewegen kann.
Die Sierra Espuña – Natur vor der Haustür

Ein wichtiger Punkt meiner Reise war der Naturpark Sierra Espuña.
Warum?
Ein wichtiger Grund für meine Überlegungen zum Thema Auswandern Spanien ist die Möglichkeit, auch im Winter aktiv zu bleiben.
In Ungarn ist Wandern in der kalten Jahreszeit natürlich möglich, aber das Wetter macht es nicht immer angenehm. Kälte, kurze Tage und teilweise ungemütliche Bedingungen führen dazu, dass man deutlich weniger Zeit draußen verbringt. In Spanien dagegen kann man viele Tage auch im Winter für Wanderungen und Aktivitäten im Freien nutzen.
Die Landschaft hier in der Region Murcia ist dabei ganz anders als beispielsweise in Albanien oder Montenegro. Es gibt keine hohen, dramatischen Berge wie am Balkan, sondern eher trockene, offene Landschaften mit viel Ruhe und Weite.
Gerade diese trockene Luft und das milde Winterklima sind für mich ein wichtiger Faktor, warum Spanien als mögliche zukünftige Alternative zu Ungarn immer interessanter wird.
Feuchtigkeit ist für mich ein entscheidender Punkt. Ich habe beispielsweise in Málaga erlebt, dass sich ein Winterabend durch feuchte Luft und schlechte Heizung unangenehm kalt anfühlen kann.
Die Region Murcia ist dagegen deutlich trockener.
Cartagena – überraschend schöne Stadt am Meer
Am zweiten Tag ging es weiter nach Cartagena.
Ehrlich gesagt hatte ich vorher ein anderes Bild.
Ich dachte eher an eine typische Hafenstadt mit Industrie und wenig Charme.
Aber Cartagena hat mich überrascht.
Die Stadt bietet:
- einen schönen Hafen
- historische Gebäude
- römische Geschichte
- eine lebendige Innenstadt
- Restaurants und Cafés
Die Geschichte reicht bis in die Römerzeit zurück, und überall findet man Spuren vergangener Jahrhunderte.
Für jemanden, der gerne durch Städte geht und Geschichte entdeckt, ist Cartagena sehr interessant.
Ein Ort, an den ich sicher noch einmal zurückkommen werde.
Mar Menor – schön, aber nicht meine Welt
Natürlich musste ich mir auch das berühmte Mar Menor ansehen.
Die Lagune ist beeindruckend:
- warmes Wasser
- kilometerlange Strände
- viele Hotels
- Ferienwohnungen
- touristische Infrastruktur
Für viele Menschen ist das wahrscheinlich perfekt.
Aber für mich?
Eher nicht.
Mir fehlt dort das Alte, das Gewachsene.
Die langen Reihen aus Hotels und Neubauten sprechen mich weniger an.
Ich bevorzuge kleinere Orte mit Geschichte und Charakter.
Naturstrände und die Vorteile Spaniens

Ein echtes Highlight waren die Naturstrände bei den Salinen.
Hier zeigte Spanien eine andere Seite.
Keine Betonburgen, sondern Natur.
Was mir besonders aufgefallen ist:
Die Strände sind frei zugänglich.
Man zahlt nicht überall für Liegen oder den Zugang zum Meer.
Auch Parkmöglichkeiten direkt am Strand sind vorhanden.
Im Vergleich zu manchen anderen Ländern ist das ein großer Vorteil.
Gerade für Familien oder Menschen, die einfach unkompliziert ans Meer möchten, ist das interessant.
Mein Fazit zu Auswandern Spanien
Nach diesen Tagen kann ich sagen:
Spanien hat mich überzeugt.
Nicht unbedingt als kompletter Ersatz von heute auf morgen, aber als zukünftige Alternative.
Ungarn wird wahrscheinlich weiterhin eine Rolle spielen, aber eher teilweise.
Die Vorteile Spaniens für mich:
✅ besseres Winterklima
✅ mehr Möglichkeiten draußen aktiv zu sein
✅ Meer und Berge kombinierbar
✅ gute Infrastruktur
✅ EU-Land mit einfacherem Übergang
✅ interessante Regionen abseits des Massentourismus
Natürlich gibt es auch offene Fragen:
- Steuerliche Situation
- Wohnung oder Haus
- Umgang mit meiner Immobilie in Ungarn
- langfristige Organisation
Deshalb wird es vermutlich nicht sofort ein kompletter Umzug.
Der nächste Schritt wird sein, Spanien einmal für längere Zeit zu testen – vielleicht bereits einen oder zwei Monate im Winter.
Denn eine Urlaubsreise ist etwas anderes als Alltag.
Aber mein erster Eindruck ist eindeutig:
Spanien hat gute Chancen, meine zukünftige Winterheimat zu werden.
Die Suche geht also weiter – aber Spanien ist definitiv ein sehr ernsthafter Kandidat geworden.
Meine Videos zu dieser Reise
Auf meinem YouTube Kanla findest du in folgender Playlist die Videos zu den Orten und meine Kommentare dazu: Youtube Spanien Auswandern