Spanien oder Albanien auswandern? Mein ehrlicher Vergleich

Inhalt

Spanien oder Albanien auswandern – und warum ich mich wahrscheinlich für Spanien entscheide

Wer nach „Spanien oder Albanien auswandern“ sucht, möchte eine einfache Antwort. Welches Land bietet die höhere Lebensqualität? Wo sind die Lebenshaltungskosten niedriger? Und welches Land passt langfristig besser zum eigenen Leben? Genau diese Fragen habe ich mir nach mehreren Reisen ebenfalls gestellt.

Die Entscheidung auszuwandern beginnt selten mit einem Land.

Sie beginnt mit einem Gedanken.

Vielleicht fragst du dich, ob dein Alltag auch anders aussehen könnte. Ob es einen Ort gibt, an dem die Winter milder sind, die Menschen entspannter wirken oder die Lebensqualität höher ist als dort, wo du heute lebst.

Genau an diesem Punkt war ich ebenfalls.

Ich wollte jedoch nicht einfach irgendwohin auswandern. Mich interessierte vielmehr die Frage, welches Land wirklich zu meinem Leben passt.

Nach mehreren Reisen blieben schließlich zwei Länder übrig:

Spanien oder Albanien.

Beide bieten Meer, beeindruckende Landschaften und vergleichsweise angenehme Lebensbedingungen. Beide gelten bei Auswanderern als interessante Alternativen zu Deutschland. Und beide haben mich auf ganz unterschiedliche Weise begeistert.

Trotzdem zeichnet sich für mich inzwischen eine klare Richtung ab.

Nicht, weil Spanien in jeder Hinsicht besser wäre.

Sondern weil ich gelernt habe, dass eine gute Auswanderungsentscheidung nach ganz anderen Kriterien getroffen wird, als viele Menschen zunächst vermuten.

In diesem Artikel vergleiche ich deshalb nicht nur Spanien und Albanien. Ich zeige dir auch, wie ich selbst zu meiner Entscheidung gekommen bin und welche Fragen ich heute jedem empfehlen würde, bevor er einen so großen Schritt wagt.

Denn genau darin liegt aus meiner Sicht der größte Fehler vieler Auswanderungsinteressierter:

Sie suchen das beste Land.

Dabei sollten sie zuerst herausfinden, welches Land am besten zu ihrem eigenen Lebensmodell passt.


Warum der Vergleich „Spanien oder Albanien auswandern“ gar nicht so einfach ist

Wer im Internet nach „Spanien oder Albanien auswandern“ sucht, erwartet meist einen klassischen Vergleich.

Welches Land ist günstiger?

Wo scheint häufiger die Sonne?

Wie hoch sind die Steuern?

Wo bekommt man mehr Haus für sein Geld?

Diese Informationen sind wichtig.

Sie beantworten aber nur einen kleinen Teil der eigentlichen Frage.

Denn niemand lebt später in einer Statistik.

Man lebt in einer Wohnung.

Man geht einkaufen.

Man fährt zum Arzt.

Man sitzt morgens mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse.

Man fährt zum Strand oder in die Berge.

Oder man stellt irgendwann fest, dass man sich trotz niedriger Lebenshaltungskosten überhaupt nicht zuhause fühlt.

Genau deshalb habe ich irgendwann aufgehört, Länder miteinander zu vergleichen.

Ich vergleiche heute meinen zukünftigen Alltag.

Das klingt zunächst nach einem kleinen Unterschied.

In Wirklichkeit verändert genau dieser Perspektivwechsel fast alles.


Spanien oder Albanien auswandern? Die eigentliche Frage lautet anders

Während meiner Reisen habe ich immer wieder festgestellt, dass viele Menschen die falsche Ausgangsfrage stellen.

Sie fragen:

Welches Land ist besser?

Diese Frage lässt sich kaum beantworten.

Denn was bedeutet überhaupt „besser“?

Für den einen bedeutet es möglichst niedrige Lebenshaltungskosten.

Für den nächsten sind Sicherheit, medizinische Versorgung oder eine gute Infrastruktur wichtiger.

Andere möchten möglichst viel Natur, Ruhe oder ein aktives soziales Leben.

Deshalb lautet meine Frage heute anders:

Wo möchte ich meinen Alltag verbringen?

Diese kleine Veränderung hat meine gesamte Sicht auf das Thema Auswandern verändert.

Ich suche kein perfektes Land.

Ich suche einen Ort, an dem mein Leben so aussehen kann, wie ich es mir für die nächsten Jahre wünsche.


Warum ich überhaupt zwischen Spanien und Albanien schwankte

Wer meine Inhalte schon länger verfolgt, weiß, dass ich mich seit vielen Jahren mit verschiedenen Ländern Europas beschäftige.

Ich habe in Ungarn eine zweite Heimat gefunden.

Ich habe den Balkan intensiv bereist.

Und ich war mehrfach in Spanien unterwegs.

Jedes dieser Länder hat meine Sicht auf das Thema Lebensqualität verändert.

Besonders Albanien faszinierte mich lange Zeit.

Die Kombination aus spektakulären Bergen, einsamen Stränden und vergleichsweise niedrigen Preisen machte das Land für mich ausgesprochen interessant.

Gleichzeitig zog mich Spanien immer wieder an.

Nicht wegen der bekannten Touristenorte.

Sondern wegen der Vielfalt.

Zwischen Bergen, Meer, Naturparks und kleineren Städten scheint es unzählige Möglichkeiten zu geben, einen Ort zu finden, der zum eigenen Leben passt.

Lange Zeit konnte ich deshalb selbst nicht sagen, welches Land ich bevorzugen würde.

Erst meine letzte Erkundungsreise durch den Südosten Spaniens begann diese Frage langsam zu beantworten.


Wer sollte diesen Artikel lesen?

Dieser Beitrag richtet sich nicht nur an Menschen, die zwischen Spanien und Albanien schwanken.

Er richtet sich an alle, die darüber nachdenken,

  • Deutschland teilweise oder dauerhaft zu verlassen,
  • den Winter im Süden zu verbringen,
  • ihre Lebensqualität zu verbessern,
  • ortsunabhängig zu arbeiten,
  • oder eine zweite Homebase in Europa aufzubauen.

Vielleicht möchtest du gar nicht vollständig auswandern.

Vielleicht suchst du zunächst nur einen Ort, an dem du jedes Jahr zwei oder drei Wintermonate verbringen kannst.

Auch genau darüber habe ich während meiner Reise intensiv nachgedacht.

Denn meine Entscheidung begann nicht mit dem Wunsch, Deutschland endgültig zu verlassen.

Sie begann mit einer deutlich einfacheren Überlegung:

Wie könnte mein Leben aussehen, wenn ich den Winter dort verbringe, wo ich mich wohler fühle?

Diese Frage halte ich für wesentlich sinnvoller als die Überlegung, sofort alles hinter sich zu lassen.


Die meisten Auswanderungsvergleiche greifen zu kurz

Wenn ich heute Videos auf YouTube anschaue oder Artikel zum Thema Auswandern lese, fällt mir immer wieder dasselbe Muster auf.

Es werden Listen erstellt.

Es werden Durchschnittswerte verglichen.

Steuern.

Mieten.

Immobilienpreise.

Kriminalitätsstatistiken.

Lebenshaltungskosten.

All das gehört selbstverständlich zu einer guten Recherche.

Aber aus meiner Sicht fehlt oft der wichtigste Punkt.

Der Alltag.

Wie fühlt sich ein ganz normaler Dienstag an?

Kann ich morgens spontan einen Spaziergang machen?

Wie weit ist der nächste Supermarkt?

Kann ich problemlos parken?

Wie lange brauche ich bis in die Natur?

Wie unkompliziert ist eine Fahrt zum Flughafen?

Diese Fragen tauchen in klassischen Ländervergleichen fast nie auf.

Für mich entscheiden sie jedoch darüber, ob ich mich langfristig wohlfühle.

Deshalb möchte ich dir im weiteren Verlauf dieses Artikels nicht einfach Vor- und Nachteile aufzählen.

Ich möchte dir zeigen, nach welchen Kriterien ich selbst Länder bewerte.

Denn genau diese Kriterien haben letztlich dazu geführt, dass meine Entscheidung heute deutlich stärker Richtung Spanien geht.

Meine Methode: Nicht das Land bewerten – sondern den Alltag

Im Laufe der Jahre hat sich bei mir eine einfache Erkenntnis entwickelt.

Die meisten Menschen suchen nach dem besten Land.

Ich suche nach dem besten Alltag.

Deshalb bewerte ich Länder inzwischen nicht mehr nach einzelnen Attraktionen oder schönen Bildern.

Ich stelle mir stattdessen immer dieselben Fragen.

  • Kann ich dort auch in zehn Jahren noch gut leben?
  • Wie fühlt sich der Winter an?
  • Wie oft werde ich tatsächlich draußen sein?
  • Wie schnell erreiche ich Berge oder Meer?
  • Ist der Alltag unkompliziert?
  • Kann ich spontan leben oder muss ich ständig planen?
  • Passt die Region zu meiner Vorstellung von Freiheit?
  • Würde ich mich auch ohne Urlaubserlebnis dort wohlfühlen?

Erst wenn ich diese Fragen beantworten kann, beginne ich überhaupt damit, Immobilienpreise oder steuerliche Rahmenbedingungen zu vergleichen.

Diese Reihenfolge hat meine Entscheidungen in den letzten Jahren grundlegend verändert.

Und genau sie bildet auch die Grundlage für den weiteren Vergleich zwischen Spanien und Albanien.


So vergleiche ich Spanien und Albanien

Im nächsten Abschnitt geht es deshalb nicht um einzelne Reiseerlebnisse.

Zunächst vergleichen wir beide Länder anhand der Kriterien, die für einen langfristigen Aufenthalt wirklich entscheidend sind.

Dazu gehören unter anderem:

  • Klima
  • Lebenshaltungskosten
  • Immobilien
  • Infrastruktur
  • Gesundheitssystem
  • Sicherheit
  • Natur
  • Erreichbarkeit
  • Bürokratie
  • Sprache
  • Lebensqualität

Erst danach nehme ich dich mit auf meine Reise durch Murcia, Torrevieja, Santa Pola und die Salinen – und zeige dir, warum gerade diese Erfahrungen meine Entscheidung Schritt für Schritt verändert haben.

Denn genau dort begann ich zu verstehen, dass ich gar nicht nach dem perfekten Land gesucht hatte.

Sondern nach einem Ort, an dem sich mein Alltag richtig anfühlt.

Spanien oder Albanien im direkten Vergleich

Nachdem ich dir erklärt habe, wie ich heute über das Thema Auswandern denke, kommen wir jetzt zu dem Vergleich, nach dem die meisten Leser eigentlich suchen.

Spanien oder Albanien auswandern – welches Land ist die bessere Wahl?

Die kurze Antwort lautet:

Es kommt darauf an.

Die etwas längere Antwort lautet:

Es hängt davon ab, welches Leben du führen möchtest.

Wer über das Auswandern nach Spanien oder Albanien nachdenkt, sollte nicht nur Lebenshaltungskosten und Klima vergleichen, sondern vor allem überlegen, wie der eigene Alltag künftig aussehen soll.

Genau deshalb möchte ich beide Länder nicht mit Punkten bewerten oder einen Sieger küren. Stattdessen vergleichen wir sie anhand der Kriterien, die aus meiner Sicht für ein dauerhaftes Leben wirklich entscheidend sind.


Spanien oder Albanien – der direkte Vergleich

KriteriumSpanienAlbanien
KlimaSehr mild, besonders im SüdostenMild an der Küste, deutlich wechselhafter im Landesinneren
LebenshaltungskostenHöher, aber regional sehr unterschiedlichMeist günstiger
ImmobilienGrößere Auswahl, höhere PreiseOft günstiger, regional stark unterschiedlich
InfrastrukturSehr gut ausgebautWird besser, aber noch unterschiedlich entwickelt
GesundheitssystemModern und gut erreichbarVerbesserungen, regional unterschiedlich
NaturMeer, Berge, Naturparks, abwechslungsreichSpektakuläre Berge, ursprüngliche Landschaften
SicherheitInsgesamt hochEbenfalls gut, je nach Region unterschiedlich
ErreichbarkeitViele Flughäfen und gute StraßenWeniger internationale Verbindungen
BürokratieGut organisiert, aber teilweise komplexTeilweise unkompliziert, teilweise weniger strukturiert
LebensgefühlMediterran, entspannt und vielfältigUrsprünglich, ruhig und authentisch

Diese Übersicht liefert eine erste Orientierung.

Die eigentliche Entscheidung entsteht jedoch erst dann, wenn man hinter die Tabelle schaut.


1. Klima – Warum ich heute anders darüber denke

Früher war meine Vorstellung vom idealen Auswanderungsland ziemlich einfach.

Möglichst viele Sonnentage.

Möglichst warme Winter.

Heute weiß ich, dass das allein wenig aussagt.

Während meiner Reisen habe ich erlebt, dass sich 15 Grad völlig unterschiedlich anfühlen können.

Ein trockener Wintertag mit Sonne lädt dazu ein, draußen unterwegs zu sein.

Ein feuchter Winter mit Wind kann sich trotz ähnlicher Temperaturen deutlich kälter anfühlen.

Genau deshalb schaue ich heute nicht mehr auf Durchschnittswerte.

Ich frage mich:

Wie oft werde ich tatsächlich draußen sein?

Der Südosten Spaniens – insbesondere die Region Murcia und Teile der Costa Blanca – bietet dafür aus meiner Sicht hervorragende Voraussetzungen.

Viele Wintertage fühlen sich angenehm an, und Regen spielt oft eine deutlich kleinere Rolle als in anderen Regionen Europas.

Albanien besitzt ebenfalls ein angenehmes Klima, insbesondere entlang der Adriaküste und der Ionischen Küste.

Allerdings unterscheiden sich die Regionen dort wesentlich stärker.

Während die Küste mild sein kann, bringen das Hinterland und die Gebirgsregionen deutlich kühlere Winter mit sich.

Meine Bewertung

Wenn ich ausschließlich nach dem Klima entscheide, sehe ich momentan einen leichten Vorteil für Spanien.

Nicht weil es wärmer wäre.

Sondern weil ich dort häufiger genau die Wetterbedingungen vorgefunden habe, die ich mir für meinen Alltag wünsche.


2. Lebenshaltungskosten – Günstig ist nicht automatisch besser

Einer der größten Pluspunkte Albaniens sind ohne Zweifel die Kosten.

In vielen Bereichen lässt sich dort günstiger leben als in Spanien.

Das betrifft unter anderem:

  • Restaurants
  • Dienstleistungen
  • Mieten
  • teilweise auch Immobilien

Deshalb taucht Albanien regelmäßig in Listen der günstigsten Auswanderungsländer Europas auf.

Aber genau hier beginnt für mich ein Denkfehler.

Die eigentliche Frage lautet nicht:

Wo ist das Leben am billigsten?

Sondern:

Wo bekomme ich die höchste Lebensqualität für mein Budget?

Ein einfaches Beispiel:

Wenn ich jeden Einkauf mit langen Fahrten verbinden muss oder regelmäßig große Strecken zum Arzt oder Flughafen zurücklege, relativiert sich ein Teil der Ersparnis.

Günstige Preise allein machen den Alltag nicht automatisch angenehmer.

Spanien ist insgesamt teurer.

Dafür empfinde ich viele Regionen als komfortabler und besser organisiert.

Für mich gehört auch das zur Lebensqualität.

Wenn du die aktuellen Lebenshaltungskosten zwischen Spanien und Albanien vergleichen möchtest, lohnt sich ein Blick auf Numbeo. Dort findest du regelmäßig aktualisierte Angaben zu Mieten, Restaurants, Lebensmitteln und Kaufkraft.


3. Immobilien – Nicht der Kaufpreis entscheidet

Viele Menschen beginnen ihre Recherche mit Immobilienportalen.

Auch ich habe das früher gemacht.

Heute sehe ich Immobilien nur noch als letzten Schritt.

Zuerst muss die Region passen.

Dann der Alltag.

Erst danach wird über ein Haus oder eine Wohnung nachgedacht.

Spanien bietet einen sehr großen Immobilienmarkt.

Von Apartments am Meer bis zu kleinen Häusern im Hinterland gibt es nahezu jede Preisklasse.

Natürlich kosten beliebte Küstenregionen deutlich mehr.

Wer bereit ist, zwanzig oder dreißig Minuten vom Meer entfernt zu wohnen, entdeckt jedoch oft interessante Alternativen.

Albanien wirkt auf den ersten Blick günstiger.

Das stimmt häufig auch.

Gleichzeitig ist der Markt vielerorts kleiner und regional sehr unterschiedlich.

Mein persönlicher Rat lautet deshalb:

Suche niemals zuerst nach einem Haus.

Suche zuerst nach deinem zukünftigen Alltag.


4. Infrastruktur – Der unterschätzte Wohlfühlfaktor

Dieser Punkt wurde für mich während meiner Spanienreise überraschend wichtig.

Früher dachte ich:

Je ursprünglicher eine Region ist, desto schöner muss sie sein.

Heute sehe ich das differenzierter.

Eine gute Infrastruktur bedeutet nicht automatisch Massentourismus.

Sie bedeutet vor allem:

  • kurze Wege,
  • gute Straßen,
  • zuverlässige Versorgung,
  • funktionierende Abläufe.

Gerade im Südosten Spaniens fiel mir auf, wie unkompliziert viele Dinge funktionierten.

Ich konnte spontan entscheiden, wohin ich fahren wollte.

Die Straßen waren gut.

Parkplätze waren meist vorhanden.

Auch Naturgebiete ließen sich problemlos erreichen.

In Albanien erlebt man dagegen häufiger kleine Abenteuer.

Straßen können schmaler sein.

Manche Regionen sind abgelegener.

Das macht ihren Reiz aus.

Für den Urlaub liebe ich genau diese Ursprünglichkeit.

Für meinen Alltag wünsche ich mir inzwischen etwas mehr Komfort.


5. Gesundheitssystem – Ein Punkt, der mit zunehmendem Alter wichtiger wird

Über diesen Punkt denkt man häufig erst nach, wenn man ihn braucht.

Dabei gehört er zu den wichtigsten Fragen überhaupt.

Spanien verfügt über ein gut ausgebautes Gesundheitssystem und eine breite medizinische Versorgung.

Gerade in den größeren Städten sowie in beliebten Küstenregionen gibt es zahlreiche Ärzte, Kliniken und Fachärzte.

Auch Albanien entwickelt sich in diesem Bereich weiter.

Dennoch bestehen – je nach Region – teilweise deutliche Unterschiede.

Für mich ist dieser Punkt kein Entscheidungskriterium für heute.

Er könnte aber in zehn oder zwanzig Jahren eine wesentlich größere Rolle spielen.

Genau deshalb beziehe ich ihn bereits jetzt in meine Überlegungen ein.


6. Sicherheit – Ein gutes Gefühl im Alltag

Statistiken sind hilfreich.

Noch wichtiger ist jedoch das persönliche Sicherheitsgefühl.

Sowohl in Spanien als auch in Albanien habe ich mich während meiner Reisen grundsätzlich sicher gefühlt.

Natürlich gibt es – wie überall – Regionen, in denen man etwas aufmerksamer sein sollte.

Im Alltag war mein persönlicher Eindruck jedoch positiv.

Für mich endet Sicherheit allerdings nicht bei der Kriminalität.

Sie umfasst auch die Frage:

Fühle ich mich orientiert?

Funktioniert der Verkehr?

Komme ich problemlos ans Ziel?

Genau dieses Gesamtgefühl war in Spanien für mich häufig etwas ausgeprägter.


7. Natur – Hier spielt Albanien seine größte Stärke aus

Wenn mich jemand nach der beeindruckendsten Natur fragt, die ich in Europa erlebt habe, gehört Albanien ganz sicher zu meinen Favoriten.

Die Kombination aus Bergen, Flüssen, Seen und nahezu unberührten Landschaften ist außergewöhnlich.

Gerade dort entsteht oft das Gefühl, noch echte Wildnis zu erleben.

Spanien wirkt dagegen vielerorts kultivierter.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Natur weniger beeindruckend wäre.

Während meiner Reise durch Murcia entdeckte ich Regionen, die mich vollkommen überrascht haben.

Die Salinen.

Die Naturstrände.

Die Berglandschaften.

Die trockenen Ebenen.

Gerade diese Vielfalt macht Spanien für mich so interessant.

Nicht spektakulärer.

Aber abwechslungsreicher.



Nach mehreren Reisen durch beide Länder ist mir eines klar geworden: Einen objektiven Sieger gibt es nicht. Wenn du zwischen Spanien oder Albanien als zukünftiger Homebase schwankst, kann dieser Überblick dir eine erste Orientierung geben. Meine Einschätzungen beruhen dabei auf meinen persönlichen Erfahrungen und sollen dir helfen, deine eigene Entscheidung bewusster zu treffen – nicht sie für dich zu treffen.

Spanien oder Albanien auswandern - Überblick

Zwischenfazit – Es gibt keinen eindeutigen Sieger

Bis hierhin könnte man den Eindruck gewinnen, dass Spanien als Alternative in den meisten Kategorien leicht vorne liegt.

So einfach ist es jedoch nicht.

Denn Albanien punktet genau dort, wo viele Menschen bewusst nach Ursprünglichkeit suchen.

Wer Abenteuer liebt, möglichst günstig leben möchte und sich in weniger erschlossenen Regionen wohlfühlt, wird Albanien möglicherweise sogar bevorzugen.

Ich merke jedoch, dass sich meine eigenen Prioritäten verändert haben.

Heute suche ich nicht mehr das Abenteuer.

Ich suche einen Ort, an dem ich viele Jahre entspannt leben kann.

Genau deshalb entwickelt sich meine persönliche Entscheidung Schritt für Schritt in Richtung Spanien.

Doch warum das so ist, wurde mir nicht beim Vergleich von Tabellen klar.

Es wurde mir während meiner Reise.

Und genau diese Erfahrungen haben letztlich mehr Gewicht als jede Statistik.

Beim Leben in Spanien oder Albanien gibt es viele Unterschiede – doch am Ende entscheidet nicht das Land allein, sondern ob es zu den eigenen Vorstellungen von Lebensqualität und Freiheit passt.

Im nächsten Teil nehme ich dich deshalb mit nach Torrevieja, Santa Pola, Murcia und zu den Salinen – zu den Orten, an denen sich meine Sicht auf Spanien grundlegend verändert hat.

Die Reise, die meine Entscheidung verändert hat

Bis hierher haben wir Spanien und Albanien anhand von Fakten verglichen.

Doch wenn ich ehrlich bin, haben weder Tabellen noch Statistiken meine Entscheidung beeinflusst.

Sie waren hilfreich.

Mehr aber auch nicht.

Den entscheidenden Unterschied machten einige Tage unterwegs im Südosten Spaniens.

Erst dort wurde aus einer theoretischen Überlegung langsam eine echte Vorstellung davon, wie sich mein zukünftiger Alltag anfühlen könnte.

Genau deshalb möchte ich dich jetzt mitnehmen auf diese Reise.

Nicht als Reiseführer.

Sondern als Einblick in meinen Entscheidungsprozess.

Denn vielleicht erkennst du dabei auch etwas über deine eigenen Vorstellungen.


Torrevieja – Der Ort, der meine Erwartungen nicht erfüllt hat

Wenn man sich mit dem Thema Auswandern nach Spanien beschäftigt, stößt man früher oder später fast zwangsläufig auf Torrevieja.

Die Stadt gehört zu den bekanntesten Wohnorten für Auswanderer und Überwinterer. Entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen.

Als ich dort ankam, passierte allerdings etwas Unerwartetes.

Ich spürte… nichts.

Torrevieja ist keineswegs hässlich.

Die Infrastruktur ist hervorragend.

Es gibt Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, medizinische Versorgung und eine große internationale Gemeinschaft.

Genau deshalb fühlen sich dort viele Menschen wohl.

Für mich fehlte jedoch etwas.

Die Stadt wirkte auf mich dichter bebaut, lebhafter und touristischer, als ich es mir für meinen Alltag wünsche.

Das war ein wichtiger Moment.

Nicht weil Torrevieja schlecht wäre.

Sondern weil ich zum ersten Mal klar erkannt habe, was ich nicht suche.

Manchmal bringt uns genau das einer guten Entscheidung näher als jeder perfekte Ort.


La Manga – Beeindruckend, aber nicht mein Zuhause

Ein ähnliches Gefühl hatte ich später in La Manga.

Die Lage zwischen Mittelmeer und Mar Menor ist außergewöhnlich.

Links das offene Meer.

Rechts die ruhige Lagune.

Aus touristischer Sicht zweifellos beeindruckend.

Doch je länger ich dort unterwegs war, desto mehr fragte ich mich:

Möchte ich hier wirklich mehrere Monate leben?

Meine Antwort lautete eher nein.

Mir fehlte die Ruhe.

Mir fehlte das Gefühl von Natürlichkeit.

Und ich merkte, dass ich mich immer stärker zu kleineren Orten hingezogen fühlte.

Auch diese Erkenntnis war wertvoll.

Denn eine Auswanderungsentscheidung besteht nicht nur aus Ja-Sagen.

Sie besteht genauso aus bewusstem Nein-Sagen.


Die ungeplante Entdeckung, die alles veränderte

Die spannendsten Momente einer Reise lassen sich oft nicht planen.

Genau das passierte mir auf dem Weg zu den Salinen von Torrevieja.

Eigentlich wollte ich nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen.

Durch eine Umleitung kam ich jedoch an einem Naturstrand vorbei, den ich ursprünglich gar nicht besuchen wollte.

Ich hielt an.

Und blieb deutlich länger als geplant.

Vor mir lagen breite Sandstrände.

Dünen.

Das Meer.

Kaum Bebauung.

Keine überfüllte Promenade.

Keine lauten Bars.

Einfach Natur.

Während ich dort spazieren ging, fiel mir plötzlich ein Gedanke ein.

Genau so stelle ich mir einen normalen Nachmittag vor.

Nicht als besonderes Urlaubserlebnis.

Sondern als Alltag.

Das war vermutlich der Moment, an dem sich meine Sicht auf Spanien zum ersten Mal spürbar veränderte.


Die Salinen – Mehr als nur ein schönes Fotomotiv

Wenig später erreichte ich schließlich doch noch die Salinen.

Viele Besucher kommen wegen der rosafarbenen Salzseen oder der Flamingos.

Mich faszinierte etwas anderes.

Die Weite.

Die Ruhe.

Die Landschaft.

Und vor allem die Tatsache, dass all das nur wenige Minuten von einer gut funktionierenden Infrastruktur entfernt liegt.

Genau diese Kombination begegnete mir während der gesamten Reise immer wieder.

Natur war nicht etwas, das man nach langer Planung erreichte.

Sie gehörte einfach zum Alltag.

Je länger ich dort unterwegs war, desto häufiger stellte ich mir dieselbe Frage:

Wie würde es sich anfühlen, wenn ich hier den Winter verbringe?

Nicht zwei Wochen.

Sondern zwei oder drei Monate.

Plötzlich erschien diese Vorstellung erstaunlich realistisch.


Santa Pola – Unspektakulär und gerade deshalb interessant

Ein Ort überraschte mich besonders.

Santa Pola.

Auf den ersten Blick wirkt die Stadt deutlich ruhiger als Torrevieja.

Es gibt keine spektakulären Sehenswürdigkeiten.

Keine riesigen Attraktionen.

Und genau das gefiel mir.

Ich stellte mir vor, morgens einen Kaffee zu trinken, anschließend am Meer spazieren zu gehen, einzukaufen und nachmittags vielleicht einen Ausflug in die Umgebung zu unternehmen.

Es war kein Urlaubsgefühl.

Es fühlte sich eher nach Alltag an.

Und genau das suche ich inzwischen.

Ich brauche keinen Ort, der jeden Tag außergewöhnlich ist.

Ich suche einen Ort, an dem gewöhnliche Tage angenehm sind.

Das ist für mich heute der eigentliche Maßstab für Lebensqualität.


Murcia – Die eigentliche Überraschung der Reise

Die größte Überraschung wartete allerdings nicht an der Küste.

Sie lag im Hinterland.

Je mehr ich mich von den bekannten Ferienorten entfernte, desto interessanter wurde Spanien für mich.

Die Region Murcia zeigte mir eine Seite des Landes, die in vielen Reiseführern kaum vorkommt.

Kleine Städte.

Weite Landschaften.

Berge.

Naturparks.

Gleichzeitig war die Küste nie weit entfernt.

Genau diese Mischung faszinierte mich.

Vielleicht muss meine zukünftige Homebase gar nicht direkt am Meer liegen.

Vielleicht reicht es völlig aus, wenn ich das Meer in dreißig Minuten erreichen kann.

Im Gegenzug gewinne ich Ruhe, mehr Platz und ein authentischeres Umfeld.

Diese Erkenntnis hätte ich ohne die Reise niemals gewonnen.


Irgendwann wurde mir klar, wonach ich wirklich suche

Es gab keinen einzelnen Schlüsselmoment.

Keine spektakuläre Aussicht.

Keinen Sonnenuntergang, bei dem ich dachte:

„Hier bleibe ich.“

Stattdessen entwickelte sich langsam ein Gefühl.

Mit jedem Ort wurde deutlicher, welche Eigenschaften mein zukünftiger Wohnort haben sollte.

  • Nicht zu groß.
  • Nicht zu touristisch.
  • Gute Infrastruktur.
  • Viel Natur.
  • Kurze Wege.
  • Mildes Winterklima.
  • Gute Erreichbarkeit.
  • Möglichkeiten für spontane Ausflüge.

Interessanterweise beschreibt diese Liste keinen bestimmten Ort.

Sie beschreibt mein Lebensmodell.

Und genau das ist vermutlich die wichtigste Erkenntnis dieser Reise.


Was Albanien mir ebenfalls gegeben hat

An dieser Stelle wäre es falsch zu behaupten, Spanien habe Albanien einfach verdrängt.

So empfinde ich es nicht.

Albanien hat mich über Jahre hinweg geprägt.

Die Ursprünglichkeit.

Die spektakulären Berglandschaften.

Die Gastfreundschaft.

Das Gefühl, noch echte Entdeckungen machen zu können.

All das begeistert mich bis heute.

Vielleicht sogar mehr als viele Regionen Spaniens.

Doch Begeisterung allein reicht nicht aus.

Denn ich suche inzwischen keinen Ort mehr für Abenteuer.

Ich suche einen Ort für den Alltag.

Und genau an diesem Punkt beginnt sich der Unterschied zwischen beiden Ländern zu zeigen.


Meine wichtigste Erkenntnis dieser Reise

Wenn mich heute jemand fragt:

„Hat dich Spanien überzeugt?“

Dann lautet meine Antwort:

Nicht Spanien.

Sondern mein eigener Entscheidungsprozess.

Ich habe gelernt, dass ich jahrelang nach dem falschen Kriterium gesucht habe.

Ich wollte das schönste Land finden.

Heute weiß ich:

Das schönste Land ist nicht automatisch der beste Ort zum Leben.

Entscheidend ist, wie sich ein ganz gewöhnlicher Dienstag anfühlt.

Kann ich morgens spontan losgehen?

Bin ich schnell in der Natur?

Erledigen sich die alltäglichen Dinge unkompliziert?

Fühle ich mich dort auch wohl, wenn gerade nichts Besonderes passiert?

Genau diese Fragen haben meine Sicht verändert.

Und genau deshalb zeigt mein persönlicher Kompass im Moment deutlich Richtung Spanien.

Im nächsten und letzten Teil ziehe ich mein Fazit, erkläre, warum meine Entscheidung trotzdem noch nicht endgültig ist, welche Fehler viele Auswanderer machen – und welche Fragen du dir stellen solltest, bevor du selbst eine Entscheidung triffst.

Mein Fazit: Warum meine Entscheidung noch nicht endgültig ist

Nach allem, was du bis hier gelesen hast, könnte leicht der Eindruck entstehen, dass meine Entscheidung bereits gefallen ist.

Tatsächlich hat sich meine Sicht in den vergangenen Monaten deutlich verändert.

Wenn ich heute zwischen Spanien und Albanien auswandern wählen müsste, würde ich mich wahrscheinlich für Spanien entscheiden.

Das Wort „wahrscheinlich“ ist dabei bewusst gewählt.

Denn genau darin liegt ein Punkt, den ich in vielen Auswanderungsberichten vermisse.

Eine gute Entscheidung entsteht nicht aus Begeisterung.

Sie entsteht aus Erfahrung.

Und Erfahrung braucht Zeit.


Warum ich trotzdem noch keine Immobilie kaufen würde

Nach jeder Reise bekomme ich ähnliche Fragen.

„Hast du schon ein Haus gefunden?“

„Wann wanderst du aus?“

„Kaufst du jetzt in Spanien?“

Meine Antwort lautet derzeit immer:

Nein.

Nicht, weil ich Zweifel an Spanien hätte.

Sondern weil ich gelernt habe, dass zwischen einer gelungenen Erkundungsreise und einem funktionierenden Alltag ein großer Unterschied besteht.

Eine Reise zeigt Möglichkeiten.

Sie zeigt Landschaften.

Sie zeigt Städte.

Sie vermittelt erste Eindrücke.

Aber sie beantwortet nicht die entscheidende Frage:

Wie fühlt sich ein ganz normaler Februar an?

Wie ist das Leben, wenn gerade kein Urlaub mehr ist?

Wenn man morgens arbeitet, einkaufen fährt, Termine erledigt und abends einfach nur einen Spaziergang macht?

Genau deshalb wäre der nächste Schritt für mich kein Immobilienkauf.

Der nächste Schritt wäre ein längerer Aufenthalt.

Vielleicht zwei Monate.

Vielleicht drei.

Nicht als Tourist.

Sondern möglichst so, als würde ich bereits dort leben.

Erst danach wäre ich bereit, über eine Immobilie nachzudenken.


Der größte Fehler vieler Auswanderer

Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto häufiger beobachte ich denselben Fehler.

Viele Menschen verlieben sich in einen Urlaubsort.

Das ist völlig verständlich.

Im Urlaub erleben wir einen Ort von seiner schönsten Seite.

Wir haben Zeit.

Wir genießen das Wetter.

Wir entdecken Neues.

Die kleinen Herausforderungen des Alltags bleiben dagegen oft unsichtbar.

Doch genau diese Kleinigkeiten entscheiden später darüber, ob wir uns langfristig wohlfühlen.

Deshalb würde ich niemals empfehlen, nach einem zweiwöchigen Urlaub eine Immobilie zu kaufen oder den Wohnsitz dauerhaft zu verlegen.

Mein Rat lautet immer:

Lebe zuerst dort.

Nicht für ein Wochenende.

Nicht für zwei Wochen.

Sondern so lange, bis aus dem Urlaub Alltag geworden ist.

Erst dann zeigt sich, ob die Region wirklich zu dir passt.


Was ich aus meiner Reise gelernt habe

Rückblickend war die wichtigste Erkenntnis gar nicht, dass Spanien derzeit besser zu mir passt als Albanien.

Die wichtigste Erkenntnis war eine andere.

Ich habe aufgehört, nach dem perfekten Land zu suchen.

Perfekte Länder gibt es nicht.

Jedes Land hat seine Stärken.

Und jedes Land hat Eigenschaften, die nicht zu jedem Menschen passen.

Entscheidend ist deshalb nicht, welches Land objektiv besser ist.

Entscheidend ist, welches Land dein Leben einfacher, angenehmer und lebenswerter macht.

Diese Sichtweise hat meinen gesamten Entscheidungsprozess verändert.

Heute frage ich mich nicht mehr:

Wo kann ich möglichst günstig leben?

Oder:

Wo scheint die Sonne am häufigsten?

Ich frage mich:

Wie möchte ich meinen Alltag verbringen?

Genau diese Frage führt meist zu einer ganz anderen Antwort.


Meine persönliche Tendenz

Nach mehreren Reisen sieht mein persönliches Fazit derzeit so aus.

Spanien überzeugt mich vor allem durch:

  • die Kombination aus mildem Klima und hoher Lebensqualität,
  • eine gut ausgebaute Infrastruktur,
  • abwechslungsreiche Natur,
  • kurze Wege zwischen Bergen, Meer und Städten,
  • die gute Erreichbarkeit innerhalb Europas,
  • und das Gefühl, dass sich viele Regionen auch außerhalb der Urlaubssaison angenehm leben lassen.

Albanien begeistert mich dagegen weiterhin durch:

  • seine Ursprünglichkeit,
  • beeindruckende Landschaften,
  • gastfreundliche Menschen,
  • vergleichsweise niedrige Lebenshaltungskosten
  • und das Gefühl, noch echte Entdeckungen machen zu können.

Ich werde deshalb sicherlich auch künftig nach Albanien reisen.

Doch wenn ich heute eine Homebase für mehrere Monate im Jahr wählen müsste, spricht im Moment vieles für Spanien.

Nicht weil Spanien das bessere Land ist.

Sondern weil es derzeit besser zu meinem persönlichen Lebensmodell passt.


Welche Fragen solltest du dir selbst stellen?

Vielleicht stehst du gerade an einem ähnlichen Punkt wie ich vor einiger Zeit.

Dann möchte ich dir zum Abschluss einige Fragen mitgeben.

Nicht, damit du dieselbe Entscheidung triffst.

Sondern damit du deine eigene findest.

Frage dich zum Beispiel:

  • Wie möchte ich meinen Alltag in fünf oder zehn Jahren gestalten?
  • Was bedeutet Lebensqualität für mich persönlich?
  • Wie wichtig sind mir Natur, Ruhe und Bewegung?
  • Welche Rolle spielen Familie und Freunde?
  • Wie oft möchte ich nach Deutschland zurückkehren?
  • Möchte ich dauerhaft auswandern oder zunächst nur überwintern?
  • Wie wichtig sind mir medizinische Versorgung und Infrastruktur?
  • Welches Budget steht mir langfristig zur Verfügung?
  • Brauche ich Abenteuer oder wünsche ich mir vor allem Gelassenheit?

Je ehrlicher du diese Fragen beantwortest, desto einfacher wird deine Entscheidung.

Nicht nur zwischen Spanien und Albanien.

Sondern grundsätzlich zwischen allen Ländern.


Spanien oder Albanien auswandern – mein persönliches Fazit

Als ich meine Reise begann, wollte ich eigentlich nur herausfinden, ob Spanien eine interessante Alternative zu Albanien sein könnte.

Heute weiß ich:

Die Reise hat mir etwas viel Wertvolleres gegeben.

Sie hat mir gezeigt, wonach ich wirklich suche.

Nicht das günstigste Land.

Nicht den schönsten Strand.

Nicht die spektakulärste Landschaft.

Sondern einen Ort, an dem sich der Alltag leicht anfühlt.

Einen Ort, an dem ich morgens gerne aufstehe.

An dem ich spontan ans Meer oder in die Berge fahren kann.

An dem ich auch einen verregneten Dienstag gerne verbringe.

Im Moment erfüllt Spanien viele dieser Wünsche besser als Albanien.

Ob daraus tatsächlich meine nächste Homebase wird, werde ich erst nach einem längeren Aufenthalt entscheiden.

Denn genau das habe ich aus all meinen Reisen gelernt:

Die beste Auswanderungsentscheidung trifft man nicht mit dem Herzen allein.

Und auch nicht nur mit dem Verstand.

Sie entsteht dort, wo Erfahrungen, persönliche Werte und der eigene Alltag zusammenpassen.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Spanien oder Albanien besser zum Auswandern?

Das hängt von deinen persönlichen Prioritäten ab. Spanien bietet eine sehr gute Infrastruktur, ein angenehmes Klima und eine hohe Alltagstauglichkeit. Albanien punktet mit niedrigen Lebenshaltungskosten, ursprünglicher Natur und viel Entwicklungspotenzial.

Ist das Leben in Albanien günstiger als in Spanien?

Ja, in vielen Bereichen sind Mieten, Dienstleistungen und Restaurants günstiger. Trotzdem sollte der Preis nie das einzige Entscheidungskriterium sein. Entscheidend ist, welche Lebensqualität du für dein Budget erhältst.

Warum tendiere ich aktuell zu Spanien?

Vor allem wegen der Kombination aus Klima, Natur, Infrastruktur und guter Erreichbarkeit. Während meiner Erkundungsreise hatte ich mehrfach das Gefühl, dass sich der Alltag dort genau so anfühlen könnte, wie ich ihn mir wünsche.

Sollte man vor einer Auswanderung eine Immobilie kaufen?

Aus meiner Sicht nicht. Ich würde zunächst mehrere Wochen oder Monate in der gewünschten Region leben. Erst wenn sich der Alltag bewährt, sollte ein Immobilienkauf überhaupt ein Thema werden.

Kann ich Albanien trotzdem empfehlen?

Ja. Wer Ursprünglichkeit, spektakuläre Natur und vergleichsweise niedrige Lebenshaltungskosten sucht, sollte Albanien unbedingt näher kennenlernen. Das Land hat mich auf mehreren Reisen beeindruckt und bleibt für mich eines der spannendsten Ziele in Europa.

Was ist der wichtigste Rat, den ich aus meiner Erfahrung weitergeben kann?

Suche nicht nach dem besten Land. Suche nach dem Ort, an dem dein Alltag zu dem Leben passt, das du dir wünschst. Genau dieser Perspektivwechsel hat meine eigene Entscheidung grundlegend verändert.

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